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Dieses Thema brennt mir schon sehr lange unter den Nägeln.

Viele Menschen in Deutschland jammern über die Politik und das „die“ ja nur Mist bauen. In diesem Artikel möchte ich Dir Selbstmotivation mit Hilfe des Meta-Programm-Paares Moving-away/Moving-towards aus dem NLP beleuchten und dies im Kontext der aktuellen Lage darstellen.

Zunächst möchte ich mich dahingehend outen, dass ich weder Politikwissenschafter, Philosoph, Soziloge oder der gleichen bin. Was ich schreibe sind meine eigenen Gedanken zum Thema Demokratie und der Zusammenhang mit der Selbstmotivation. Wenn Dir auf Basis deiner Kenntnisse Ungenauigkeiten auffallen, freue ich mich über einen konstruktiven Austausch via Nachricht oder in unserer Facebook-Gruppe.

Zunächst schauen wir uns mal die Grundlage an: Selbstmotivation durch die Brille von NLP:

Menschen bewegen sich aus zwei Gründen…

…große Wünsche oder große Schmerzen.

Das ist der Kern dieses Artikels im Sinne der Selbstmotivation. Im Grunde könntest Du jetzt aufhören zu lesen 😉

Unser Gehirn ist dafür gemacht Annehmlichkeiten zu gewinnen und Schmerz zu vermeiden. Das wird im NLP Weg-von- und Hin-zu-Motivationsstrategie genannt.

Weg-von Motivation

Ich verwende hierfür gern die Metapher eines kleines Feuers, was hinter deinem Allerwertesten brennt. Du weißt es ist da, Du spürst die Wärme. Doch es ist nicht unangenehm (genug), um Dich zu einem Schritt vorwärts zu bewegen.

Erst wenn das Feuer größer wird und Dir die Arschbacken ankokelt, machst Du einen Schritt Weg-von dem Feuer, dem Problem, was Dir Schmerzen bereitet. Es ist also eine Vermeidungsstrategie.

Auf diese Art und Weise motivieren sich schätzungsweise 95% der Menschen. Wann schaust Du nach einem neuen Job? Wenn gerade alles OK läuft (und nicht richtig toll)… oder wenn der alte Job nicht mehr auszuhalten ist? Wann tust Du besonders etwas für deine Gesundheit: wenn Du gesund bist oder wenn Du gerade eine Krankheit überwindest?

Ich bin dabei übrigens keine Ausnahme! Es ist ein tief verankertes Verhaltensmuster, was über Generationen weitergegeben wird.

Vielleicht erkennst Du jetzt schon das große Problem mit dieser Motivationsstrategie: Sobald Du aus dem Schmerz raus bist, bleibst Du wieder stehen. Solange, bis wieder genug Schmerzen vorhanden sind, um Dich in Bewegung zu bringen. Auf diese Weise ist ein Fortkommen im Leben IMMER mit Leid verbunden.

Für ein glückliches erfülltes Leben ist diese Motivation also eher schlecht geeignet.

Hin-zu Motivation

Das ist das Gegenstück zur Weg-von-Motivationsstragegie. Bei dieser bewegen wir uns auf ein Ziel zu.

Nehmen wir mal an, Du würdest gern einen Marathon laufen wollen – das wäre ein großer Traum von Dir. Dann würdest Du auf dieses Ziel hinarbeiten. Entsprechende Informationen zum Training einholen und jede Woche trainieren. Nach einer Weile würdest Du Dich für kürzere Läufe anmelden. Mal einen 5km-Lauf, 10km, Halbmarathon, …

Du hast das große Ziel in kleinere Zwischenziele zerlegt und bewegst Dich fokussiert auf deinen Marathonlauf zu.

Wer Verantwortung für das eigene Leben übernehmen möchte, kommt nicht drumherum die Weg-von- durch die Hin-zu-Motivation zu ersetzen. Stück für Stück und Schritt für Schritt.

Führung in Gruppen von Menschen

Eines schönen Tages im Jahr 2015 habe ich beim Duschen über politische Systeme und die grundsätzlichen Probleme in unserer Geselschaft nachgedacht.

Ich habe mich gefrage, warum „das System“ so schlecht funktioniert. Denn die aktuelle Politik nehme ich als nicht besonders volksnah wahr. Zumindest habe ich nicht den Eindruck, dass mein Wort ein besonderes Gewicht im großen Getriebe zu haben scheint. Alle Handlungen scheinen auf magische Art und Weise von wirtschaftlichen Interessen gefärbt zu sein. Der kleine Mann hat da kaum Einfluss.

Doch war das nicht dass, was die Demokratie eigentlich leisten soll? Die Stimme des Volkes hören und umsetzen?

Wie war es früher in den Stämmen?

Auf der Suche im Geiste nach einem besseren System, habe ich zunächst nachgedacht, wie sich Menschen auf natürliche Art und Weise organisieren. Egal wieviele Menschen sich zu einer Gruppe zusammen schließen, es bildet sich ganz automatisch ein hierarchische Struktur. Einer stellt sich als Anführer heraus und der Rest folgt diesem Anführer.

Dieses Verhalten kannst Du in jedem Team in einer Firma, Verein, Sportgruppe beobachten. Die meisten Menschen wollen keine Verantwortung übernehmen und folgen gern einem starken Anführer.

So war das schon in den Stämmen. Wer dem Anführer untertan war, hat sich in der Gemeinschaft eingeordnet. Wer sich nicht unterordnen wollte, hat etweder den Anführer gestürzt oder wurde verjagt oder umgebracht.

Das ist doch Diktatur!

Wie Du siehst ist dieses System die Natur des Menschen. Und deswegen funktionieren Diktaturen so wunderbar. Menschen folgen gern einem Anführer. Und später lässt sich mit Angst die breite Masse im Schach halten. Denn wer nicht folgt wird ausgeschlossen, verjagt oder getötet.

An für sich ist das auch ein tolles System, weil es sehr stabil funktioniert. Die einzige Crux: die Qualität der gesamten Gemeinschaft steht und fällt mit dem Charakter und der Qualität des Anführers.

Wäre er der größte Menschenfreund, so wäre die ganze Gemeinschaft eine große positive Kraft in der Welt. Leider ist es häufig eher so, dass ich eher durchtriebene Charaktere in Gemeinschaften als Anführer durchsetzen…

So kam es in der Geschichte immer wieder zu Völkermord und derlei Schrecklichkeiten. Das natürliche System krankt daran, dass der Anführer ein guter Mensch sein müsste.

Drehen wir den Spieß um…

Wenn nun also die Gemeinschaft selbst entscheiden kann, was sie möchte, wäre das Problem des schrecklichen Diktators abgeschafft. Das Volk wählt Vertreter mit den eigenen Zielen und Werten. Sie setzen die Wünsche gemäß des Volkes um. Schöne Idee, oder?

Wenn ich mir das abstrakt anschaue, so bestimmt das gesamte Folk ganz uneingeschränkt, was es haben möchte und die Projektleitung – die Politik – setzt diese Dinge einfach um.

Ich habe auch über Sozialismus usw. nachgedacht und bestimmt gibt es noch andere sehr schlaue Systeme, die ich nicht kenne. Doch ich glaube es braucht kein besseres System…

Wenn Demokratie gelebt wird, ist es aus meiner Sicht das fairste und beste System, was es gibt.

Die Demokratie leidet an drei Volkskrankheiten

1. Menschen haben keine großen Ziele!

Ich nehme mir dazu gern eine Situtation im Kleinen her, wo Bürger eines Stadteils sehr einfach Einfluss nehmen könnten und die Umstände auch leicht verstehen.

In der nahegelegenen Kita würde bspw. die hälfte der Stellen abgebaut. Das ärgert die Bürger und sie stehen mit Plakaten vor der Kita und schimpfen darüber, was sie nicht wollen…

Niemand stellt sich allerdings mit Schildern vor die Kita und fordert, wir wollen das beste pädagogische Konzept für unsere Kinder in dieser Kita: „Liebe Projektleitung ‚Politik‘ befrage mal bitte die Experten auf diesem Gebiet und arbeitet drei konkrete Vorschläge für uns aus, damit wir abstimmen können, welcher Ansatz uns am besten gefällt.“

Das passiert einfach nicht. Leider.

2. Das kleinste System im System…

Zwischenmenschlichkeit wird in Deutschland – wahrscheinlich in allen westlichen Ländern – in weiten Teilen sehr klein geschrieben. In meiner Wahrnehmung hat das dazu geführt, dass das System Familie nur noch in Ausnahmefällen wirklich funktioniert.

Der deutsche Wert „nach außen muss alles glänzen“ fordert seinen Tribut. Unangenehme Gespräche werden weder zwischen Partnern noch mit Familienmitgliedern geführt. Die Fassade, dass es toll funktioniert, ist stabil. Doch hinter der Fassade bröckelt das Zusammenleben ganz schön.

Häufig ist es den Beteiligten noch nicht mal bewusst. Das liegt an…

3. Fehlende Bildung und Bewusstsein

Das kapitalistische System hat seine Vor- und Nachteile. Ein Nachteil davon ist es, dass es sehr viel besser ist Bildung nur sehr dosiert zu verbreiten. Wenn sich zu viele Menschen konstruktive Gedanken über ihr Leben machen, sind sie weniger leicht beeinflussbar und schlechtere Konsumenten.

Deswegen glaube ich werden nur Fähigkeiten vermittelt, die wirtschaftlichen Interessen dienen. Kinder werden von Kleinauf sehr militärisch in Kita und Schule erzogen: folge! Mach, was von Dir verlangt wird und stell keine Fragen!

Die universitäre Ausbildung wurde mit Bachelor und Master zur höheren Berufsausbildung degradiert. Eine persönliche Entwicklung hin-zu einem denkenden Akademiker ist sehr in den Hintergrund getreten. Die Studenten haben zu wenig Freiraum für hitzige Diskussionen bei Bier und lauter Musik. Sie werden mit vorgebenem Wissen zugeschüttet, müssen lernen, lernen, lernen. Kein Platz mehr für eigene Gedanken. Leider ziemlich gut ausgetüftelt, wie ich finde…

Wir zwingen das System selbst dazu von oben zu regieren!

Die Bevölkerung möchte nicht mehr die Verantwortung übernehmen und schiebt sie zur politischen Führung. Somit zwingt das Volk das gesamte Demokratische-System in die Richtung einer Diktatur. Der natürlichen Ordung in Gruppen. Die Masse will geführt werden!

Dadurch, dass die akademische Schicht leider auch immer schwächer wird, ist das ein sehr bedenklicher Trend. Von Revolten von Studenten habe ich schon lange nichts mehr gehört.

Gregor Gisi sagt sinngemäß gern vor Studenten:

Aber eins möchte ich ihnen mal vorwerfen. Es kann doch nicht sein, dass ich allein rebellischer bin, als sie alle zusammen!

Fazit

In diesem Artikel habe ich Dir meine Erkenntnisse über die demokratische Ordnung dargestellt, welche Chancen und Schwierigkeiten darin liegen und was das mit Selbstmotivation zu tun hat. Es ist klar geworden, dass ich Bildung für den besten Motor für eine positve Entwicklung halte.

Durch Bildung kommen wir zu mehr Bewusstsein und mehr eigenem Denken. Durch Bildung auf Herzensebene streben wir wieder nach mehr Zusammengehörigkeit und pflegen zwischenmenschliche Beziehungen besser. Familien und Freundschaften können heilen und erblühen. Das wünsche ich mir!

Das Planen des eigenen Lebens mit Zielen verändert das eigene Bewusstsein. Wenn eine kritische Masse diese Schritte geht, werden die Wünsche außerhalb des eigenen Lebens auch wieder größer und ein Wunsch nach Mitbestimmung kann erblühen. Dann stehen vielleicht tatsächlich bald Menschen vor Kitas oder anderen Einrichtungen und fordern die besten Lösungen!

Wünschst Du Dir das auch?

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