So funktioniert mein Morgenritual
Geschätzte Lesezeit: 6 Minuten

Seit über 2 Jahren starte ich mit Morgenritual in den Tag.

Ich weiß nicht wie es dir geht, aber mir hilft es eine gute Struktur im Tag zu haben. Vielen ist diese Struktur durch einen Arbeitgeber, Studium oder Schule fest vorgegeben. Doch was wenn du mal auf dich allein gestellt bist? Ich habe festgestellt, dass bei aller Schönheit der Freiheit ein paar feste Punkte im Tag zu sehr viel mehr Zufriedenheit und zu besseren Ergebnissen führen.

Und wer weiß, vielleicht ist dieser erste Schritt in die selbstgewählte Struktur der Anfang aus den Fesseln fremdbestimmter Verpflichtungen? Was wäre wenn… ?

Also, legen wir los…

Wozu habe ich ein Morgenritual?

Ja wozu eigentlich? Einen Punkt hast du schon erfahren, Struktur für mehr Produktivität und Zufriedenheit.

Doch es hat noch mehr Gründe. Immer schon hab ich davon geträumt Morgensport oder dergleichen zu machen. Ich fand die Leute die das hinbekommen echt beneidenswert. Denn dass gesunde Gewohnheiten eine tolle Sache sind, ist unbestreitbar…

Doch habe ich sowas früher einfach nicht geschafft, irgendwie war die Hürde zu groß, die Selbstdisziplin war einfach zu schwer aufzubringen. Zumindest für einen längeren Zeitraum. Mir war es wirklich ein Rätsel, wie ich das bloß schaffen könnte!

Wie startet man ein Morgenritual?

Diese Frage habe ich mir damals nicht gestellt, weil ich gar nicht wusste, dass ein Morgenritual die Lösung für meinen Wunsch sein könnte. Doch nach und nach bin ich dahin gekommen. Deswegen möchte ich dir jetzt zeigen, wie es bei mir geklappt hat:

Ich habe mit einem Satz kleinerer Dinge angefangen, die weniger anstrengend für mich waren und die ich jeden Tag durchziehen konnte.

Das waren drei kurze Körperübungen, die ich von Elliot Hulse gelernt habe.

  1. The Bow … Rückwärtsbeuge mit Atemübung
  2. nach vorn überbeugen und schwingen
  3. den ganzen Körper ausschütteln

Jede dieser Übungen habe ich ungefähr eine Minute gemacht. Das war wenig Commitment genug, um das wirklich täglich für mehrere Wochen zu machen. Hier kannst du dir anschauen, wo ich die Übungen her habe:

Wenn du an den Punkt kommst, dass du ein paar Übungen für ein paar Wochen gemacht hast, fällt es dir auf einmal ganz leicht dabei zu bleiben. Falls du dein Morgenritual einmal nicht machen kannst, dann merkst du: es fehlt irgendwie was…

Dieser Zustand ist wirklich großartig! Erstens ist es nur noch extrem wenig Überwindung das Ritual durchzuziehen und dann kannst du folgendes tun…

Hake neue Gewohnheiten in das funktionierende Ritual ein…

Nachdem ich mein Ritual stabil am Laufen hatte, war es extrem einfach neue Komponeten dazu zu nehmen oder welche loszulassen, die nicht mehr so toll (für mich) waren.

Mein Morgenritual sieht mittlerweile ganz anders aus, da gehe ich in wenigen Augenblicken drauf ein.

Also sei geduldig und nimm erst neue Übungen und Themen dazu, wenn das Ritual grundsätzlich läuft. Dann kannst du Meditation, Yoga, Lesen, oder was weiß ich noch alles dazu nehmen.

Ich kann zwar nicht sagen, ob zu viele Änderungen auf einmal dein Ritual aus dem Tritt bringen könnten, aber sicher ist sicher… Am besten fügst du nur 1 bis 2 Dinge hin und wieder dazu oder lässt sie weg. In meiner Erfahrung funktioniert das Morgenritual so wunderbar weiter!

Mach erstmal weniger…

Ein Tipp den ich dir von Tim Ferriss weitergeben möchte, habe ich im Kontext der Meditation gelernt.

Wenn du denkst 10 Minuten täglich sind machbar, mach 5 Minuten draus!

Das ist zum Anfangen wirklich toll! Das nimmt so viel viel Druck raus, denn häufig nehmen wir uns einfach viel zu viel vor. Und am Ende soll dein Morgenritual wie auch die Meditation Spaß machen zu besseren Gefühlen führen…

Wenn du dann zwei Wochen geübt hast, kannst du immernoch Intensität oder die Länge erhöhen. Diesen Ansatz kannst du auf alles anwenden, nicht nur Meditation. Liegestütze, Yoga, Lesen, …

Und was mach ich nun jetzt morgens?

Wie schon gesagt, mein Ritual hat einige Veränderungen hinter sich. Es kommen immermal wieder neue Dinge dazu, dafür verabschietet sich auch hin und wieder etwas.

Um genau zu sein habe ich zwei Morgenrituale. Diese unterscheiden sich danach, ob ich an dem entsprechenden Tag laufen gehe oder nicht.

Morgenritual „nicht laufen“

Idealerweise stehe ich um 6 Uhr ungefähr auf. Manchmal stelle ich mir meinen SleepCycle-Wecker. Manchmal möchte ich einfach von allein aufwachen.

Und dann geht es los:

  1. Ans Bett stellen und ordentlich ausstrecken
  2. Yoga-Matte ausrollen und 10 – 40 Minuten Yoga
  3. 7 – 20 Minuten Meditation mit der 7 Mind Meditations-App
  4. Yoga-Matte aufräumen
  5. kalt duschen
  6. anziehen
  7. Bett machen
  8. Tagebuch schreiben
  9. frühstücken

Morgenritual „laufen“

In meinem Artikel über mein Tagebuch habe ich dir verraten, dass ich meine Lauftermine in meiner Wochenansicht plane. Wenn also Laufen dran ist, dann stelle ich mir meinen SleepCycle-Wecker auf 5:30 Uhr.

Warum so zeitig? Das hat ganz praktische Gründe, ich gehe aufs Tempelhofer Feld in Berlin laufen und will morgens möglichst meine Ruhe beim Laufen haben. Das Feld macht 6 Uhr auf und da ist fast noch keiner unterwegs…

So startet mein Lauftag:

  1. Ans Bett stellen und ordentlich ausstrecken
  2. Yoga-Matte ausrollen und 5 Minuten Yoga-Erwärmung
  3. Wasser trinken
  4. Laufsachen anziehen
  5. mit Fahrrad zum Tempelhofer Feld fahren
  6. 1 – 2 Runden laufen, teilweise mit Tempodauerlauf-Intervallen
  7. mit Fahrrad zurück nach Hause
  8. Wasser trinken
  9. warm duschen + kalt abduschen
  10. Yoga für 10 – 30 Minuten
  11. anziehen
  12. 7 – 15 Minuten Mediation
  13. Tagebuch schreiben
  14. frühstücken

Gedanken zu ausgewählten Punkten

Morgentliches Yoga

Yoga ist für mich zu einem wunderbaren Mittel geworden etwas Gutes für meinen Körper und Geist zu tuen. Oft war ich sehr stark im Kopf unterwegs und Yoga bringt mich so wunderbar in meinen Körper!

Bevor ich es zuhause gemacht habe, hatte ich Yoga-Unterricht in einer Gruppe für Männer und später bei meiner wunderbaren Cousine. Mir war das mit der Zeit zu aufwändig und ich wollte diese Gewohnheit jeden Tag machen.

So bin ich auf Yoga with Adrien bei Youtube gestoßen. Sie bietet kostenfreie Yoga-Videos an und ich finde die Anleitung einfach super! Sie spricht genauso wie ein Lehrer im Yoga-Unterricht die wichtigen Details an, auf die ich mich konzentrieren sollte. Ich empfehle dir einen guten Yoga-Unterricht und für Yoga zu Hause die Videos von Adriene.

Mit diesem Video habe ich angefangen:

Mir hat das super geholfen motiviert zu bleiben! Mittlerweile übe ich meistens ohne Video.

Meditation üben

Eine weitere wunderbare Praxis, in die ich mich noch einarbeite. Die kostenfreie Meditation-App 7 Mind hilft mir, mit sehr schönen Anleitungen zu verschiedenen Themen zu meditieren. Später möchte ich mir andere Techniken und Philosophien ausprobieren und freier meditieren. Doch so fällt es mir leichter bei der Sache zu bleiben.

Sehr gefällt mir Momentan die Glücksmeditation von 7 Mind. Die habe ich mir zum Festpreis gekauft. Man kann bei 7 Mind auch ein Abbonoment abschließen, aber so hat es mir besser gefallen.

Kalt duschen

Das war mir früher immer ein Graus! Ganz ehrlich! Doch in mehreren Podcasts habe ich geballt immer wieder gehört „das ist sooooo gut“. Zum Einen setzt diese kleine Überwindung jeden Tag den Ton für gute Entscheidungsfähigkeit. Zum Anderen ist kalt duschen wirklich extrem gut fürs Immunsystem, Herz/Kreislauf usw.

Ich habe auch festgestellt, dass es sehr gut für die Haut ist!

Das einzige was ich nicht mache ist kalt Haare waschen. Deswegen wasche ich meine Haare fast immer an den Lauftagen 😉

Bett machen

Wir können im Leben nicht alles kontrollieren, doch was wir postiv beeinflussen können, sollten wir doch auch regelmäßig tun, oder? Das Bett machen ist ein kleines aber feines Zeichen an das Unbewusste (oder Universum) „eh, ich will selbstbestimmt ein ordentliches Leben führen“.

Außerdem ist es wirklich schön sich abends in ein liebevoll gemachtes Bett zu legen! Und wenn mal ein Gast zum Erkunden des Bettes vorbeikommt ist es auch irgendwie schöner, wenn ’s ordentlich ist 😉

Tagebuch schreiben

Hierzu habe ich dir schon zwei tolle Artikel geschrieben: das Bullet Journal und Tagebuch für mein gesamtes Selbstmanagement. Mein Morgenritual hat es mir aber erst ermöglicht das wirklich durchzuziehen! Ohne Morgenritual würde ich wahrscheinlich nicht täglich mein Tagebuch schreiben, Yoga machen, laufen gehen… !

Fazit

Mein Morgenritual möchte ich auf keinen Fall mehr missen! Das war wirklich eine super Idee das nach und nach ins Laufen zu bringen! Es ermöglicht mir nicht nur Struktur in meinen Alltag zu bringen und den Tag mit konstruktiven Gewohnheiten zu starten, es erlaubt mir auch immer mehr gute Gewohnheiten zu kultivieren. Das nenne ich mal eine Win-Win-Situation 😉

Das Morgenritual macht es total leicht neue Themen dazu zu nehmen und als Gewohnheit einzuüben! Und was einmal Gewohnheit ist, braucht viel weniger Selbstdisziplin…

In diesem Sinne, viel Spaß beim Nachmachen!

Willst du wissen wie ich meinen Tag plane? Außerdem passt das Thema Selbstbewusstsein stärken sehr gut in mein Morgenritual hinein! Für längere Zeit habe ich morgens und abends kostenfreie geführte Trance-Reisen angehört, um etwas für meine persönliche Entwicklung zu tun.

[Gesamt:3    Durchschnitt: 3.3/5]
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